Kevin Kühnert sucht seit Wochen oder Monaten eine Wohnung in Berlin. Er beschwert sich darüber, dass nichts vor Ort verfügbar ist. Komisch, ist es nicht seine Partei, die dauernd „bezahlbaren Wohnraum“ und die  „Wohnungsnot“ bekämpft?

Seit Jahren sehen wir, wie um die Ballungszentren herum das Pariser Modell angewandt wird. Das Pariser Modell ist ganz einfach: Wir bauen nicht in der Großstadt selbst, wir bauen um die Großstadt herum. Wir bauen mit Investoren: Hochhäuser, Geschosshäuser, Mehrfamilienhäuser. Alles mit möglichst kleinen Wohneinheiten. Diese sollen möglichst effizient und günstig gebaut werden. Dieses Modell ist gescheitert! 

in Paris haben manche Mieter nur 3 Quadratmeter zur Verfügung. Es gibt es viele Konflikte zwischen den Einwohnern. Wohlhabende werden abgegrenzt von den normalen Besserverdienern und den sozial schlechter gestellten. Ein Wohlhabender muss sich nicht die Armut anderer ansehen! Diejenigen, die das Geld nicht haben, müssen nicht sehen, wie man wohnen könnte. Eine Vermischung findet dort nicht oder nur kaum statt. Die Konflikte werden in Paris jedes Jahr größer. Dennoch verfolgt die deutsche genau diese Art der Lösung. Diese Lösung ist auf jeden Fall falsch.

Wenn Kevin Kühnert eine Wohnung sucht, sollte sich eine kaufen. Er verdient genug Geld und in Berlin wird das Haus oder die Wohnung ist später vermutlich auch wieder das doppelte Wert. Kevin Kühnert sollte einem anderen die Mietwohnung nicht wegnehmen. Ein CDU-Politiker sagte zuletzt: Er verstehe das nicht, dass seine Kollegen in Berlin, immer eine Wohnung mieten wollen. Er kauft immer eine.  Ja, verdienen tun sie genug, unsere Berliner Politiker. Und die Rechnung scheint bei ihm aufzugeben.

Die politische Ausrichtung ist schädlich! Wir müssen in den Ballungszentren bauen.

Hier in Stuttgart fehlen mindestens 40.000 – 50.000 Wohneinheiten. Wie sollen die Außenbezirke die Lebensqualität und Mobilität in Ihren Städten erhalten? Die Infrastruktur gerät dort unter Druck und die Politik macht immer so.

Wenn man selbst nicht bereit ist, in kleinere Wohnungen zu ziehen, wenn man selbst nicht bereit ist, sein Leben umzustellen, wieso sollen es dann die Bürgerinnen und Bürger tun? Ich kann Dir nur einen Tipp geben: Glaube keinem Politiker der Dir bezahlbaren Wohnraum oder die Wohnungsnot oder sogar jetzt ganz neu das Klima und die Umwelt als Argument bringt. Diese Politiker, die das sagen, die wollen nur Deine Stimme oder Dein Geld.

3 Kommentare

  1. Die Wohnungen werden immer teurer, Auch außerhalb der Stadt. Was am schlimmsten ist, dass Wohnblöcke oder Wohnungen von Investoren als Kapital (inkl. Grundstückspekulationen) eingekauft und brach liegen gelassen oder zu horrenden Preisen vermietet werden. Liegt auch an der FDP Philosophie Freie Wirtschaft. Das kann kein Normalverdienender bezahlen. Was Herr Kühnert angeht, kann er in den nächsten 4 Jahren ohne Job sein und kann die gekaufte Wohnung nicht mehr bezahlen. Nicht alle Menschen wollen wie der Herr von der CDU Wohnungen kaufen und 100 Jahre (Lach) im Bundestag sitzen. Nicht alle Politiker wollen unser Geld und unsere Stimme und manche wollen auch etwas verändern. Leider behindert die FDP den Wohnungsbau. Zudem ist Politiker im Bundestag ein harter Job. Ich möchte es nicht machen. Stress, persönliche Angriffe, Beschimpfungen usw.. .

    • Ich sehe gerade die SPD in der Hauptverantwortung für eine Politik der steigenden Preise. Grüne Ideologien unterstützen dies noch. Wie finden Sie die Entwicklung in Ostfildern?

  2. Wolfgang Ott

    Hallo Ingeborg, um den Kühnert müssen Sie sich keine Sorgen machen. Der bekommt von seinen „Freunden“ immer einen Job, wenn man das so nennen kann.
    Vier Jahre BT=480000.-€ Grundgehalt, plus Übergangsgeld beim Ausscheiden, plus Pensionsansprüche, plus nicht bezifferte Zahlungen der Lobbyorganisationen.
    Nicht zu vergessen, dass in den vier Jahren Bundestag Bahnfahrten 1.Klasse und innerdeutsche Linienflüge kostenlos sind.

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