Kurt Tsadek Lewin (1870 – 1947) ist einer der einflussreichsten Pioniere der Psychologie. Er beschrieb die Führungsstile als „Entweder-oder-Form“. Das Führungsverhalten unterschied sich grundsätzlich zwischen 1. Autoritär, 2. Demokratisch, 3. Laissez-faire (gewähren lassen). Die Art der Führung definiert sich letztlich beeinflusst durch die Situation und Umfeld. Der richtige Führungsstil ist heute mehr denn je wichtig. Doch welcher Führungsstil ist wann, wie der Beste. Hilfreich zur Entscheidungsfindung und Kategorisierung ist die Unterscheidung zwischen Aufgaben- und Mitarbeiterbezogen. Das Management-Grid von Blake/Mounton lässt eine differenzierte Kategorisierung zu. Führungskräfte können sich hier eine Eigenorientierung und Eigenprüfung durchführen. Die höchste Reife in der Führung ist situatives Führen, dabei gibt es keinen durchgängigen Führungsstil. Es wird sich am Mitarbeiter orientiert.

Autoritär bzw. hierarchisch

Oben entscheidet

Der Vorteil dabei ist, die kurzfristige Entscheidungsfähigkeit. Dabei hat dieser Stil einen hohen Einfluss auf die Arbeitsleitung des Unternehmens.

Nachteilig sind die niedrige Motivation der Mitarbeiter. Dadurch entsteht ein hohes Risiko für Fehlentscheidung im Führungskreis. Zudem werden Kompetenzen der Mitarbeiter unterdrückt und Führungskräfte oft überfordert.

Fällt eine Führungskraft aus, wirkt sich das besonders negativ aus. 

Charismatisch

Ausstrahlung entscheidet

Führungskräfte überzeugen durch eine positive Ausstrahlung ihrer Persönlichkeit und einer optimistischen Sichtweise.

Bürokratisch

Keiner entscheidet

Der bürokratische Führungsstil unterliegt strengen Richtlinien, Gesetzen und Vorschriften, welche die Angestellten befolgen müssen.

Informierend

Wen interessiert es

Vorgesetzter entscheidet und versucht zu überzeugen.

Beratend

Ihr macht das schon

Vorgesetzter informiert und hört die Meinung der Mitarbeiter.

Kooperativer / Demokratischer Führungsstil

Wir machen das

Ein Vorteil dabei ist, die höhere Motivation der Mitarbeiter. Dem Mitarbeiter wird bei Fehler geholfen und nicht bestraft.

Der Führungsstil erfolgt kooperativ und fördert die Entfaltung der Kreativität, Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit der Mitarbeiter. Es bewirkt eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen und das Arbeitsklima wird als angenehm empfunden.

Partizipativ

Die absolute Freiheit

Hierbei arbeiten die Mitarbeiter weitgehend unabhängig. Die Vorgesetzten greifen kaum ein und bestrafen, aber helfen auch nicht. Dieser Führungsstil fördert die Kreativität extrem.

Die Nachteile bewirken jedoch die Gefahr von mangelnder Disziplin, Kompetenzstreitigkeiten und Rivalitäten. Leistungsschwache können dabei zu kurz kommen.

Laissez-faire

Eigener Entscheidungsrahmen

Führungskraft lässt im abgesteckten Rahmen entscheiden.

Welche Führungsart ist denn nun die beste? Ganz klar. Alle und keine.  Es kommt auf die Situation an. Gute Führungskräfte können verschiedene Führungsarten umsetzen. Es reich auch, wenn das Ziel ist sich die Fähigkeit von 3 bis 4 Führungsstile anzueignen. Dann bist Du schon hervorragend dabei. Wenn Du das schaffst, hast Du die Werkzeuge in Deiner Hand, um das Unternehmen, die Mitarbeiter oder auch Kunden optimal zu führen.