Das deutsche Fernsehen hatte seinen Tiefpunkt 2022 mit der Sendung: „Stern TV mit Frauke Ludowig und Nikolaus Blome“ erreicht. Die Sendung erinnerte mich an die Jahrtausendwende, als ich nachts um 02:00 Uhr den Fernseher anschaltete und Jackass das erste Mal im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Diese Sendung schockierte und fesselte einem vor dem Fernseher. Die Sendung warf aber auch Fragen auf: War das echt? Fügten sich die Menschen wirklich diese Schmerzen an? 

Die selbst ernannten Stuntmen sprangen mit Einkaufswagen über Flüsse, verletzten sich und andere im Team. Dies fesselte und schockierte. Der Unterschied war damals, bei Jack Ass fügten sich die Protagonisten selbst leid am. Bei Stern TV fügte Frauke Ludowig und Nikolaus Blome den größten Schmerz den Zuschauern zu. 

Die deutschen Medien machen sich seit Jahren immer mehr überflüssig. Seit dem Internet und den sozialen Medien werden wir überflutet mit Meinungen und News. Eigentlich ist Vielfalt gut, doch hier schafft dies eine langweilige Medienkultur. Insbesondere das Fernsehen und in die Printmedien verlieren. Es gibt scheinbar nur noch „links oder rechts“,  „schwarz oder weiß“,  „reich oder arm“,  „teuer oder billig“. Vielfalt gibt es noch, jedoch nur noch nachts um 2, auf Arte oder einem der eher unbekannten Sender.

Arte ist jedoch ganz was anderes als MZV zur Jahrtausendwende. Diversität in der Meinungsbildung ist wichtig! Doch die Medien schaffen sich lieber selbst ab. Sie versuchen Minderheiten vor der Glotze zu halten oder ein ABO zu verkaufen. Diese Medienlandschaft ist in meinen Augen sehr langweilig und schädlich für unsere Politik und Menschen. Radikale Meinungen machen sich breit. Es fehlt das Verständnis, dass es verschiedene Meinungen geben kann. Diskussion und Debatten führen nur noch die, die hinter der Glasscheibe, am Monitor, am Bildschirm oder in der Zeitung stehen. Zuschauer sollen sich schön zurücklehnen und die Meinung akzeptieren, die im präsentiert, wird. Doch das ist ein Fehler, denn es kommt auf Deine Meinung an und nicht die der Medien, nicht die einzelnen Redakteure oder Verleger.

Mit etwas Glück schaffen sich diese Qualitätsmedien von allein ab.

Donald Trump nahm vor seiner Präsidentschaftswahl den Begriff „Fake News“ auf. Er war sicherlich nicht der Erste, der die Medien der Lüge bezichtigte, doch er ist bis heute einer der bekanntesten. Parteien oder Regierungen stellten schon immer ihre Sichtweise und ihre eigene Wahrheit in das rechte Licht. Das machen nicht nur totalitäre oder autoritäre Staaten. Auch unsere demokratischen Staaten bauen darauf. Das heißt aber nicht, dass alle lügen. Das ist Marketing. Schönreden, Schönmalerei kann man noch nicht als echte Lüge bezeichnen. Donald Trump lässt hier aber alle Grenzen offen. Immer öfter wurden seine Lügen entlarvt. Zurzeit veröffentlicht er selbst „Real News“ im Internet. Also macht er da weiter, wo er aufgehört hatte: die Medien lügen. 

Andere wiederum bemängeln die Entwicklung der sozialen Medien. Gerne sind das auch Politiker. Hier werden oft eindeutige Lügen gestreut und die Grenzen werden auch oft überschritten. Aber das gab es auch vor dem Internet. Was sich früher mit Eier oder Tomatenwürfen äußerte, findet jetzt auf breiter Fläche im Internet statt. Ja und heute sind es mehr. Es ist einfacher, im Internet seine Meinung zu sagen, als auf einem öffentlichen Auftritt des Politikers den Aufstand zu proben.

Zumal unsere Politiker es ja selbst für Ihre Zwecke nutzen. Die Kanzlerin Merkel hatte sogar Ihren eigenen Podcast. Kampagnen werden gezielt auf die verschiedenen Kanäle zurechtgeschnitten. Doch leider verliert die Politik hier immer mehr die Möglichkeit, sich von Meinungen abzugrenzen. Immer öfters geht eine politische Kampagne nach hinten los.  

Viele begannen aber schon von dem ehemaligen US-Präsidenten an den Medien zu zweifeln. Können wir unseren Medien noch vertrauen?

Viele Menschen haben ihr Vertrauen in Politik und auch Medien verloren. Warum? Nun einmal aufgrund einer Klick süchtigen und Einschaltquoten gesteuerten Medienbranche. Und gerade für die öffentlich-rechtlichen Sender ist das verheerend. Wofür zahlen wir Rundfunkgebühren? Sicher nicht dafür das wir dramatisierte Nachrichten erhalten. Lange Zeit waren Tagesschau und heute Nachrichten, wertungsfrei. Für die Wertung nutze man final einen Kommentar. Dieser Kommentar wurde reduziert auf einen Reporter, Redakteur oder sonstigen Journalisten reduziert. Diesen Kommentar gibt es noch. Doch eigentlich, ist dieser heute überflüssig. Wird doch in der restlichen Sendezeit, Meinung wiedergegeben, die für die jeweilige Show oder dem ganzen Sender gilt.
Das stellt die Rundfunkgebühren infrage. Wofür soll man zahlen, wenn das Gefühl der Manipulation vorherrscht.

Es wäre gut, wenn unsere Medien die Neutralität der Berichterstattung wieder in den Fokus nehmen würden. 

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