Als Anton Hofreiter sein schnell erworbenes Wissen über schwere Waffen vorführte, konnte es einem Angst und Bange machen. Ein Politiker der Grünen, der nicht weiß, was Krieg bedeutet. Der plötzlich mehr weiß, als ein General der Bundeswehr. Wo soll das hinführen? Er ist jedenfalls überzeugt, wir müssen Waffen liefern und Waffenlieferungen sind die einzige Lösung! 

Es gibt, in seiner Logik, keine Alternative. Wie denn auch, vermutlich hatte er sich in seinem Leben noch nie um solch eine kritische Frage kümmern müssen. 

Natürlich gibt es Handlungsalternativen! Diese Alternativen verdrängen Politiker wie Anton Hofreiter. (Siehe: Kriegstreiber oder Weicheier)

Auf diese Alternativen bin ich schon ausgiebig eingegangen. Heute geht es mir um etwas ganz anderes. Die Grünen haben sich verändert. Die FDP in ihren Freiburger Freiheitsthesen von 1971 richtig bemerkt: „Umweltschutz hat Vorrang vor Gewinnstreben und persönlichem Nutzen.“ Als die Grünen sich formierten, hatten die Grünen den Umweltschutz einverleibt. Die Umwelt hatte nach der Gründung der Grünen jedenfalls eine eigene „Lobby“. Heute ist davon nicht mehr viel übrig. Heute wird Umweltschutz vorrangig auf Verzicht und Sparen reduziert. Die Bürger müssen das teuer bezahlen. Erstens, weil wir nicht allein auf der Welt sind. Zweitens, weil wir die größten Schritte bisher in Effizienz und besseren Einsatz der vorhandenen Mittel und Technologien umgesetzt hatten. Und ein Teil davon ist die Maßlosigkeit mancher Menschen und Unternehmen. Gegen diese Maßlosigkeit sollten wir auch vorgehen. Eben, nicht nur. Der politische Gedanke einer Umweltschutzpartei reduziert sich auf Verbote. Das ist kurzsichtig und meiner Meinung nach schädlich für uns alle.  

Es gibt natürlich auch Grüne Real-Politiker, die gutes tun. Denen man Respekt erweisen sollte. Aber leider gibt es sehr viele schlechte. Auch im Gemeinderat von Ostfildern! Dort hatte ich mehrfach versucht, einen persönlichen Termin mit der Fraktion der Grünen zu finden. Die damalige Fraktionsvorsitzende winkte ab: „Sie haben sich für die falsche Partei entschieden. Sie selbst schuld. Mit Ihnen müssen wir nicht reden.“ Knallhart! Klar, es gibt keine Pflicht. Es geht jedoch um unsere Stadt und nicht um politisches klein-klein. Diese Einordnung fühlte sich an, als wäre ich ein „Nazi“, etwas Menschenverachtendes. Mein Gott! Was für eine Einstellung. Da bilden sich Menschen eine Meinung über andere, ohne mit ihnen zu reden. Beweggründe, Ursachen für die eigenen Handlungen interessieren diese Menschen nicht. Ich kann die Lauterbachs dieser Welt einfach nicht leiden. Sorry.

Natürlich gibt es auch noch andere. Auch im Gemeinderat. Klar. Leider zu wenige. Meinen Respekt haben solche Politiker wie z.B.: der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer. Auch wenn ich seine Meinung nicht immer teile. Ich nehme ihm ab, das Gute im Sinn zu haben. Er setzt sich für die Menschen ein. Seine Bürger und Unternehmer. Für die Umwelt und er kümmert sich öffentlich um die Probleme in seiner Stadt. Er versteckt nichts. Solche Politiker würde ich gerne in meiner Stadt sehen. Mit denen könnte man dann gut streiten und diskutieren. Es geht doch um eine Sache und nicht um persönliche Befindlichkeiten oder plumpes Machtgehabe.

Die Grünen haben sich verändert. Früher waren die Grünen eine Umweltpartei mit einem Hang zum Sozialem. Manchmal auch unterhaltsam und spaßig. Heute ist es eine CO₂-Partei, die der Umwelt am Ende mehr schadet, als es uns allen lieb ist. Klimaschutz wird bei den Grünen zum CO₂-Verbot reduziert und steht über allem. 50 Jahre Umweltpolitik sind über den Haufen geworfen. Kreislaufwirtschaft, Recycling, Nachhaltigkeit, Artenvielfalt spielen immer mehr eine untergeordnete Rolle.  

Der ideologische Gedanke einer heilen Welt verpuffte mit dem Ukraine-Krieg und der Coronapandemie. Der ideologische Gedanke einer heilen Welt, wird in den Köpfen vieler Grünen hart gestoppt. Die Folgen des Ukrainekriegs und auch der Coronapandemie werden nicht mehr rationell gelöst. Diese Realpolitiker, wie eben Boris Palmer sind leider in der Minderheit. Ich bin überzeugt:  Heute ist jeder neu gepflanzte Baum besser als ein Grüner im Parlament.

Wir können nur hoffen, dass die wenig guten Politiker ihren Job tun. 

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