Gute Politik braucht Zeit. Jede neue Führungsaufgabe braucht Zeit, um der Aufgabe gerecht zu werden. Abläufe, Prozesse, Verantwortlichkeiten und die Mitarbeitenden müssen erst einmal kennengelernt werden. Erst danach zeichnet sich das „können“ oder eben „nicht-können“ ab. Karl Lauterbach kann sich auch 100 Tage nach Amtsantritt nicht von seiner Expertenrolle lösen. 

Heute ist unser Gesundheitssystem mehr in Gefahr als es jemals war. Karl Lauterbach ist diese Gefahr. Er nimmt seine Führungsrolle einfach nicht ein. Er verdrängt, wofür er eigentlich da ist. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Führung von Personen zu übernehmen und die Ziele seines Ministeriums klar zu verfolgen. Er muss jetzt sein wissen, gemeinsam mit seinen Mitarbeitenden aufteilen. Jeder Mitarbeiter und auch jede Mitarbeiter ist eine Investition in die Zukunft. Doch das Gesundheitsministerium wird von einem einseitig orientierten Corona-Experten geleitet. Er vereint zwei Führungsstile: Informierend und autoritär bzw. hierarchisch. Erst informiert er, wie es laufen soll. Wird dem nicht entsprochen, fällt er alleine eine Entscheidung. Ganz alleine. Manchmal mag das richtig sein, manchmal eben nicht. Eines ist jedoch klar. Er vereinigt die zwei schlechtesten Führungsstile unserer Gesellschaft. Klar ist auch, er könnte das verändern. Doch dafür hatte er genügend Zeit. Jetzt muss er sich seiner Verantwortung stellen.   

Wir brauchen einen Gesundheitsminister, der uns für den Herbst vorbereitet. Einen glaubwürdigen Gesundheitsminister, der unser Gesundheitssystem stärkt und auf schwere Aufgaben vorbereitet. Einer der eint und nicht spaltet. Was ist, wenn wir ein anderes, neues Virus bekämpfen müssen. Diese Gefahr ist hoch. Doch darum kümmert sich unser Corona -Experte nicht. Er macht lieber andere Kollegen, wie unter anderem den Virologen  Klaus Stöhr nieder. Ein klares Anzeichen für seine eigene Schwäche. Führungskräfte, die gleichrangige Kollegen angreifen, können es einfach nicht besser. Solche Menschen brauchen Hilfe oder müssen sich einen Job suchen, den Sie können. Einen Job, der besser passt. 

Karl Lauterbach geht mit unserem Gesundheitssystem völlig fahrlässig um. Dem Pflegepersonal verspricht er ein paar Euro als Bonus. Das sollte ausreichen für die Notsituation und Corona-Arbeit der letzten zwei Jahre. Doch das richtet unser Problem nicht. Er sollte sich für eine zukünftige faire Bezahlung starkmachen. Er sollte sich für gute Arbeitsbedingungen einsetzen. Er sollte sich endlich, um die Menschen kümmern und nicht ständig Angst schüren.

Seine Aufgabe wäre: Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität und Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems. Stärkung der Interessen der Patienten. Sicherung der Wirtschaftlichkeit und Stabilisierung der Beitragssätze. Eine allgemeine Krankheitsprävention gehört auch dazu, wie die Erarbeitung von Vorschriften für die Herstellung, klinische Prüfung, Zulassung, Vertriebswege und Überwachung von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Natürlich sind das nur einige, wenige Aufgaben eines Gesundheitsministers. 

Karl Lauterbach lehnt es scheinbar ab, mithilfe seiner Mitarbeitenden und seiner Rolle als Führungsperson das Gesundheitsministerium mit all den umfangreichen Aufgaben auszufüllen. Er nimmt immer mehr negative Rollen ein. Er ist „der Experte“ und „Missionar“. Der Experte, der seine Entscheidungen in TV-Sendungen fällt.

Er redet über Pflegekräfte und Ärzte und Ärztinnen. Er redet auch darüber was er alles besser machen möchte. Er möchte die Arbeitsbedingungen verbessern. Doch wie er das machen möchte, darüber verliert er keine Worte. 

Dabei sollte einem Experten wie ihm klar sein, dass seine Mitarbeiter die Lösung kennen. Er muss sich dann nur noch für die beste Lösung aus seiner Sicht entscheiden und diese bei seinen Kollegen in der Regierung durchsetzten. Doch es gibt keinerlei Anzeichen, dass er diesen Weg, spätestens jetzt einschlägt.

Der hauptverantwortliche Entscheider, der über die Stelle des Karl Lauterbachs entscheidet, ist jetzt unser Kanzler Olaf Scholz. Er sollte darauf drängen, dass sich diese Situation, die schädlich für unser Gesundheitssystem ist, beendet. Er sollte darauf einwirken, dass sich etwas an der Haltung Karl Lauterbachs ändert. Wenn das nicht funktioniert, gibt es nur eines. Er muss Karl Lauterbach von der Position herausnehmen. Ansonsten werden vieles Menschen leiden. Warum? Nun, das zeigen seine Tweets. Immer auf Eskalation getrimmt. Teils wird die Realität gebogen. Manche Tweets verschwinden irgendwann, manche bleiben. So wie der Vergleich mit Europa. Er schrieb, „Deutschland hat jetzt die höchste Coronainzidenz in Europa. Die Tendenz steigt, viele Tote.“ Das aber die meisten Länder gar keine Inzidenz mehr messen, das schreibt er nicht. 

Lieber Karl Willlhem Lauterbach, bitte holen Sie sich Hilfe oder stoppen Sie Ihre Handlungen freiwillig mit einem Rücktritt. Es gibt sicher noch genug Jobs in der Regierung, die etwas für Sie sind. 

Olaf Scholz, muss jetzt Verantwortung übernehmen und handeln. Die Passivität ist schädlich. Karl Lauterbach muss seine Rolle annehmen oder sich Hilfe holen. Unser Kanzler Olaf Scholz muss für eine Führungskraft sorgen, die dem Job wirklich gewachsen ist. Verantwortungsvoll und mit Blick auf die eigenen Schwächen. Letztlich tragen beide die Verantwortung für 83 Millionen Einwohner.

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