In Ostfildern wurde gebaut, wie in keiner Stadt in unserer Region.

Stadtentwicklung und Stadterneuerung macht in Städten Sinn. Eine planlose Expansion hilft nur den Investoren. 

Jede Stadt braucht einen Bauentwicklungsplan, der die Stadtentwicklung, aller Orte der jeweiligen Region berücksichtigt. Was in einem Ort Sinn mach, kann in einem Nachbarort völlig Sinn-frei sein. Doch eine Starkverdichtung oder auch das unlimitierte Bauen von „Punkt-, Geschosshäusern sowie Hochhäusern“ sollte vorwiegend in Ballungszentren erfolgen. In Großstädten ist Wohnraum oft Mangelware. Bürger und auch Bürgerinnen ziehen aufgrund des Mangels, in umliegende Städte und erhöhen dadurch den Pendelverkehr in das jeweilige Ballungszentrum.  Die Infrastruktur wird dadurch völlig überlastet. Mehr Bewohner, bedeutet auch mehr Kosten und eine sinkende Lebensqualität. Zudem werden Siedlungen auf dem Land immer mehr abgehängt. 
 
Bei uns in Ostfildern entstehen Häuser am Stadtrand mit einer Höhe von über 26 m. Das Ganze auch noch am Hang. Urbanes Wohnen nennt das unsere Stadtverwaltung. Doch der erhöhter Schattenwurf, die Abbremsung der Luftbewegung und gestörte Sichtachsen sind das kleinste Übel. Die Infrastruktur wird insbesondere am Ortseingang vollkommen überlastet und verursacht Stau, aber auch Umweltbelastungen, die vermeidbar wären. Einige Städte haben das erkannt. Setzten auf eine Entwicklung der Städte durch Erneuerung und erhalten dabei die Frei- und Grünflächen. Manche gehen sogar weiter und geben der Stadt wieder Grünflächen zurück.  
 
Baugebiete, die sich außerhalb von Ballungszentren befinden, müssen für Ausgleich sorgen. Ausgleich zwischen Wohn- und Grünflächen. Ebenso ist eine intakte Infrastruktur wichtig. Sozial Schwächere dürfen nicht ausgegrenzt und in Wohnsilos verbannt werden. 

So langsam sollte auch der letzte verstanden haben, dass der Kurs des unlimitierten Bauens eine Sackgasse ist. Denn Lebensqualität ist wichtiger als unlimitiert verdichtetes Wohnen.

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