Wann ist eine Führungskraft gut? Es gibt verschiedene Blickrichtungen. Aus Sicht der Mitarbeitenden. Aus Sicht der Vorgesetzten. Aus Sicht der Kunden. Wer es schafft, alle für sich zu begeistern, der ist schon eine gute Führungskraft. Das können jedoch die wenigsten. Ola Källenius zum Beispiel. 2021 werden Aktionäre ihn lieben. Andere Führungskräfte werden ihn respektieren. Wie sieht es bei den Mitarbeitern aus?  Wie viel investiert seine Führungskompetenz in Bildung und Fachkräfte? Es kommt auf die Sichtweise an. Aktuell viel. Viel in Abfindungszahlungen, viel in Werksschließungen. Das Programm heißt „Fokus“. Doch genau das ist die Führungsart, die es zu überwinden heißt. Wie jeder Mensch hat auch er, Angst vor Veränderung. Nur die Veränderung, mehr Geld zu besitzen wird gerne akzeptiert. Er mag auch persönlich ein respektvoller Mensch sein. Doch er macht aktuell ein paar grundlegende Dinge falsch. Seine Führung bevorteilt einen Teil und schadet dem anderen Teil. Mitarbeiter verlieren Ihre Arbeitsstelle, Kunden finden keine passenden Produkte und die Aktionäre? Nur die, mit dem drang zu schnellem Geld, gewinnen gerade extrem. Hätte er mehr MUT, würde es anders machen.    

Denn nur mit guter Führung können Unternehmen und Organisationen langfristig bestehen.

Wer auf Führungspersonen setzt, die nur für sich handeln, handelt falsch. Das Ergebnis ist dann: Erfolgsträger verlassen Unternehmen. Führung, die sich nicht um die Entwicklung und Bedürfnisse seiner Mitarbeitenden kümmert, ist keine gute Führungskraft. Schlechte Führungskräfte sind jedoch weitverbreitet.

Dennoch, die durchschnittlichen und guten Führungskräfte behaupten die Existenz unserer Unternehmen und Organisationen. Insbesondere die Führungskräfte im unteren und mittleren Management werden häufig einfach nur vernachlässigt. Unternehmen, die erfolgreicher am Markt agieren wollen, sollten primär für eine ausgeglichene Ausbildung sorgen. Einfach mehr in Bildung der Mitarbeitenden investieren. Dabei spielt weniger der Studiengang oder das technische Wissen eine Rolle. Der Wille sich weiterzubilden, muss bei den Mitarbeitenden aktiv gehalten werden. Monotone Arbeiten vermieden werden. Für monotone Arbeitsschritte gibt es die Digitalisierung, die Automatisierung. Mitarbeitende können danach produktiver und langfristiger im Unternehmen eingesetzt werden.  

Weiterbildung, unabhängig vom bisherigen Fachwissen.

Wer auf das bisher gelernte der Mitarbeitenden setzt, findet falsche Experten in seinem Unternehmen vor. Menschen dürfen nicht nach dem Studiengang, dem bisher gelernten eingesetzt werden. Wichtiger ist, Mitarbeitende an die eigene und ständige Weiterbildung zu motivieren. 

Führungskräfte spielen eine entscheidende Rolle, für motivierte Mitarbeiter in Unternehmen.

Schon Dr. Rheinhard K. Sprenger sagte: „Menschen kommen zu Unternehmen, aber sie verlassen Vorgesetzte.“ Viele Führungskräfte sind Experte in Ihrem Fach, doch die Führung an sich kommt dabei oft zu kurz. Wird man Führungskraft, heißt es nicht unweigerlich, dass man sofort richtig führen kann. Führungskräfte brauchen Training, Führungskräfte brauchen praktische Übungen, Führungskräfte brauchen Coaching. Doch wie verhält sich Führung überhaupt? Die Zukunft eines jeden Unternehmens liegt in den Händen von guter Führung. Schlechte Führung bedeutet eine wirtschaftliche Gefahr für Unternehmen. Schlechte Führung ist an vielen Faktoren zu erkennen: Mitarbeitende werden demotiviert und die Arbeitsleistung sowie deren Qualität lässt nach. Mangelhafte Kommunikation verursacht Mehrarbeit und Qualitätsverluste. Führungskräfte entwickeln zudem gerne ausgeprägten Selbstlob „Ohne mich geht hier nichts.“ Aber auch die Entwicklungs- und Lernbereitschaft reduziert sich und das  Risiko einer steigende Fluktuation der Leistungsträger erhöht sich. Ein häufiges Resultat ist ein höheres Stressempfinden und sinkende Selbstsicherheit vieler Mitarbeiter im Unternehmen.

Wer daran etwas ändern möchte, sollte das nicht alleine tun. Training und Coaching kann helfen. Wobei Training nur für vorgegebene Qualifizierung in Unternehmen etwas bringen. Führungskräftetraining macht aus keinem eine gute Führungskraft. Coaching, also unterstützendes Lernen im Alltag, ist dem herkömmlichen Training vorzuziehen. Selbstlernen und eine ausgeprägte und gute Selbstreflexion ist der Beginn von guter Führung.   

Management vs. Führungskraft

Die Aufgaben sind strikt getrennt, doch oft übernimmt das Management die Führungsaufgaben und die Führungskraft übernimmt Managementaufgaben. Dies ist die Ursache vieler Konflikte in einem Unternehmen.

Das Management in Unternehmen und Organisationen hat die Aufgabe, sachliche Aspekte zu schaffen. Wie zum Beispiel:

  • eine erfolgreiche Unternehmens- oder Organisationsstruktur
  • Fähigkeiten der Führungskräfte
  • Kontrolle der Führungsfähigkeiten seiner Führungsmitarbeiter
  • Kooperative Führung
  • Erfolgreichen Rahmenbedingen für das Unternehmen / die Organisation

Die Führungskraft hat die Aufgabe, verantwortungsvoll, zielgerichtet und methodische auf den mitarbeitenden Einfluss zu nehmen. Dies dient zur sozialen Erreichung vereinbarter Ziele. Die Führungskraft beeinflusst den Mitarbeitenden mehr als andere.

Dabei ist die Aufgabe, führen von sachliche Tätigkeiten wie planen, strukturieren, gestalten, organisieren, kontrollieren und entscheiden. Gute Führungskräfte benötigen auch gute soziale und emotionale Kompetenzen wie zum Beispiel:

  • Gut fragen und zuhören können
  • Bedürfnisse der Mitarbeiter erkennen
  • Mitarbeiter und Teams entwickeln
  • Motivieren
  • u. v. m.

Die Unterschiede im Detail:

  • Das Management organisiert, strukturiert uns setzt Ziele ohne Führungsaufgaben erledigen zu müssen.
  • Erfolgreiche Führung erfährt Anerkennung und Akzeptanz im Unternehmen und führt zum gestellten Ziel.  

Das Handeln in einem Unternehmen oder einer Organisation wird jedoch durch mehr Faktoren beeinflusst. Viele  Führungskräfte hassen einige davon. Mehr darüber im nächsten Kapitel: